Gutgläubigkeit – Fluch oder Segen?

Gut-gläubig-keit

Gutgläubigkeit: lateinisch „bona fides“ guter Glaube. Dieser Begriff ist ein Rechtsbegriff und kommt aus der Rechtswissenschaft. Das Gegenteil davon ist, wie soll es auch anders sein: „bösgläubig“.

Fluch oder Segen?

Eine gute Frage. Einen guten Glauben gehen  gute Gedanken voraus, was auf jeden Fall für uns förderlich ist. Förderlich für gute Gefühle. Denn gute Gedanken erzeugen gute Gefühle und gute Gefühle sind voraussetzend für gute Gedanken. Ob zuerst die guten Gefühle da sind oder die guten Gedanken ist nicht eindeutig bewiesen. Jedoch beides in der „guten“ respektive positiven respektive konstruktiven Form sind für unser Wohlbefinden ausschlaggebend. Gutgläubigkeit ist jedoch eine weit verbreitete verpönte  Lebensform, denn diese setzt wiederum den guten Glauben an die Menschheit in den Focus. Was ja an und für sich ein lobenswerter menschlicher Ansatz wäre. Doch leider geht die Menschlichkeit von Jahr zu Jahr in unserer schnelllebigen digitalen Welt immer mehr verloren. Ebenso ist für viele Menschen „Gutgläubigkeit“ ein destruktiv besetztes Wort, da es sehr oft mit einer Scheinwelt der „Blauäugigen“ verglichen wird.

 Welche Scheinwelt?

Deine? Meine? Leben wir denn nicht alle in einer Scheinwelt? Oder nur die „Blauäugigen“? In einer Welt die uns so scheint zu sein wie sie uns erscheint. Definitiv. Jeder lebt in seiner Welt und verbindet sich mit der Welt seiner Umgebung. Unsere Umgebung spiegelt unsere Weltanschauung wieder und so werden unsere Gedanken sichtbar. Einfach so?  Nein nicht einfach, aber dennoch nachvollziehbar. Unser endloses Daumenkino an Gedanken ist der Produzent unseres Lebensfilm, in dem wir der Hauptdarsteller sein sollten, also das geschehen sollte, was wir gerne in unserem Leben hätten.  Solange wir nicht lernen unsere Gedanken zu erziehen, werden wir höchstwahrscheinlich immer nur Nebenrollen in unserem eigenen Film spielen respektive wir werden von einer oder mehreren Souffleusen gesprochen.

Den GehirnSouffleusen;)

  Die, die dauernd zu uns sagen,“ du kannst das nicht, das bist du nicht, mach das nicht, das geht sowieso nicht“… die kleinen Teufel in unserem Kopf. Also erscheint uns unsere „Scheinwelt“  scheinbar durch unsere eigenen Gedankengänge als real. Oder durch Gedanken, die uns denken und meist ungebetene  Nester in unseren Köpfen bauen. Ohne unsere Erlaubnis? Oder erlauben wir es doch? Es ist ja ähnlich wie bei der Kindererziehung. Bin ich achtsam und sorgsam mit Grenzen setzen oder lass ich dem Kind ein grenzenloses agieren. Genauso gut kann man auch Gedanken zur Gutgläubigkeit erziehen.

Erziehung zur Gutgläubigkeit?

Geht das? Ja, denn ich glaube an „das Gute“ in fast  jedem Menschen. Eine gesunde Gutgläubigkeit ist erlernbar. Jedoch sollte man sich erst mal ganz genau selbst dabei beobachten, was man denn so denkt – den ganzen Tag. Die eigenen Gedanken. Ein bewußtes Denken in den Vordergrund des Tagesablaufes stellen. Und sich fragen: Wo sind meine Gedanken? Welche Gedanken kann ich unterbrechen? Welche davon erzeugen Gedankenschleifen?

Mal angenommen, die Gedanken die wir häufig denken, die, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten – sind diese wirklich auch förderlich für die Zukunft. Erklärbar dadurch „möchte ich das, was ich heute denke, morgen erleben?“ Daran kann man gut erkennen, was uns in unserer Entwicklung  behindert.

Blödsinn oder nicht? Eigentlich egal. Denn gute Gedanken, also förderliche, erzeugen gute Gefühle. Gute Gefühle erzeugen gute Gedanken. Ein Kreislauf, der sich schließt und wiederum eine positive Ausstrahlung erzeugt.  Dadurch werden auch gleichgesinnte Menschen angezogen. Also definitiv sehr förderlich für unsere sozialen Bindungen. Und soziale gute Bindungen übertreffen sogar die positive Wirkung von Sport und idealem Körpergewicht auf unsere Gesundheit. Es geht alles Hand in Hand.  Hängt jedoch definitiv von der Beschaffenheit unserer Gedanken ab.

Gutgläubigkeit ist eine Entscheidung

Sie fordert jedoch unsere Bereitschaft, uns von destruktiven, „bösen“ und bewertenden Gedanken sowie selbst auferlegten GlaubenssatzZwängen zu trennen. Und – die Entscheidung!  wieder „das Gute“ in Menschen und  Situationen zu sehen. In jedem Menschen  steckt etwas Gutes. Ebenso in jeder Situation, die letztendlich immer unser Coach sein kann.  Es hängt tatsächlich  von unserer Einstellung ab, ob wir das Gute sehen wollen.

Die Masse der Menschheit ist leider auf Fehler oder „das nicht so Gute im Menschen“ ausgerichtet… Zeitungsartikel und Fernsehen allem vorausgehend. Zuschreibungen? Möglich…

Neben der Entscheidung steht gleichwertig das eigene Selbstbild. Wie sehe ich mich selbst. Was sehe ich in mir. Was macht mich aus.  Diese Ansätze sagen schon sehr viel über unsere Denkweise aus. Denn alles, was wir an uns „als gut oder nicht gut“ sehen, strahlen wir aus. Und so sehen respektive empfinden uns unsere Mitmenschen. Das heißt natürlich nicht, dass wir wie „Grinsekatzen“ mit rosa Brillen durch das Leben laufen sollen.

Ich habe gute und schlechte Erfahrungen damit gemacht. Bin aber weniger oft enttäuscht worden als das Gegenteil davon. Das hat auch was mit Bauchgefühl/Intuition/Selbstvertrauen zu tun“ die Antwort auf meine Frage: Welche Erfahrungen hast du mit Gutgläubigkeit gemacht? von Michael Jagersbacher, Autor, Trainer, Coach http://www.michael-jagersbacher.at

„Es braucht wohl dazu auch andere Fähigkeiten wie Menschenkenntnis u.v.m. , jedoch ich bin überzeugt, dass die Gutgläubigen länger Bestand haben“ die Antwort auf meine Frage, ob Gutgläubigkeit ein Fluch oder ein Segen sei,  von Gerald Mayr MBA, MSc  http://www.mayr-consulting.at

 

Magie aus dem Zauberladen

Es schadet nie, am eigenen Selbstbild zu arbeiten. Somit sollte man Stück für Stück selbstsabotierende Einschränkungen aufdecken und eliminieren und durch Entspannungsübungen dem Kopf Ruhe vermitteln

&

Gemeinsam dem „Mensch sein“ wieder mehr Raum geben und durch „gesunde Gutgläubigkeit“ wieder das Gute  sehen (lernen).

Viele gute Gedanken und alles Liebe, Tamara